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Melissa Thiessen

Hallo, mein Name ist Melissa Thiessen und ich bin 19 Jahre alt.
Seit Anfang August 2024 darf ich hier in Paurito, Bolivien in der Schule als Lehrerin aushelfen.
Ich komme aus der Mennonitengemeinde Dissen und bin in einer christlichen Familie großgeworden und hab somit auch schon von klein auf die Geschichten aus der Bibel gehört und verstanden. Mit 9 Jahren hab ich mich dann auf einer Kinderwoche bekehrt und bin seit dem ein Kind Gottes. Nach meiner Entscheidung für Gott gab es immer mal wieder Schwierigkeiten im Glaubensleben und ich musste oft erkennen, dass Gottes Wege oft ganz anders sind, als wir sie uns vorstellen.
2023 durfte ich mich dann in unserer Gemeinde taufen lassen. 2021 hab ich eine Ausbildung angefangen und mir war eigentlich sofort klar, dass ich dort nicht bleiben will.
Aber als ich dafür gebetet habe und Gott mir keine weitere Tür öffnete, war mir schnell klar, dass ich diese Ausbildung beenden soll. Dieses Jahr bin ich fertig geworden und hab mir wieder die Frage gestellt, wo Gott mich haben will. Ich hab mir mehrere Berufe angeschaut aber je länger ich mich damit beschäftigt habe, desto öfter kam mir der Gedanke ein Kurzzeiteinsatz zu machen in den Sinn. Als Kind habe ich schon gerne Geschichten von Missionaren gehört und war so begeistert, wie stark ihre Beziehung zu Gott war und wie viel sie mit Gott erlebt haben. Ich habe also mit meinen Eltern darüber gesprochen und wir beteten gemeinsam dafür.
Ich wusste nicht, wohin es für mich gehen sollte und war für alles offen. Als ich mit unserem Ältesten der Gemeinde gesprochen habe und er schließlich mit dem Verantwortlichen der Kurzzeitler, Viktor Peters, erhielt ich meine Antwort: Es soll für mich nach Bolivien gehen. Anfangs zweifelt ich sehr daran, nach Bolivi3n zu gehen, da ich mir einredete nicht gut genug erklären zu können und jetzt als Lehrerin für ein Jahr zu arbeiten? Das war für mich eigentlich ein No-Go. Aber der Herr kennt seine Wege und hat mir durch die Zeit meines Gebetes deutlich gemacht, dass er mich hier haben und gebrauchen will.
Auf meiner letzten Jugendfreizeit in Deutschland hatten wir ein Thema von einem Gastprediger über Mission und er hat erklärt, dass Gottes Wege uns oft unlogisch erscheinen. Auch in der Bibel sind viele für uns unlogische Befehle Gottes zu lesen. Zum Beispiel, die Geschichte in Lukas 5, in der Jesus Petrus beauftragt am Tage Fischen zu gehen, obwohl er die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen hat. Aber weil es Jesus gesagt hat, geht und macht er es und er fängt sogar so viele Fische, dass die Netze reißen.
Ich bin Gott so unendlich dankbar, dass er den besten Plan für mich hat.
Ich darf hier in der Schule die 2. Klasse unterrichten in den Fächern Mathe, Deutsch, Naturkunde, Soziales und Bibelunterricht. Die Kinder sind mir schon sehr ans Herz gewachsen. Außerdem gehe ich in der Gemeinde in Sommerfeld zur Jugend und darf den Gemeindegesang mit Klavier begleiten und im Gemeindechor mitsingen.
Dem Herrn allein sei die Ehre!